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Unterschiede und Vor- und Nachteile von physikalischen und chemischen Sonnenschutzmitteln – Muss man sich vor der Anwendung physikalischer Sonnenschutzmittel abschminken?

28.05.2024

1. Der Unterschied zwischen physikalischen und chemischen Sonnenschutzmitteln

Mit der zunehmenden Verbreitung von Wissen über Schönheitspflege haben sich die Prinzipien des Sonnenschutzes allmählich in verschiedene Lager gespalten. Grundsätzlich lassen sich Sonnenschutzmittel in physikalische und chemische Sonnenschutzmittel unterteilen, die im allgemeinen Sprachgebrauch als physikalische und chemische Sonnenschutzmittel bezeichnet werden. Mittlerweile sind auch einige Sonnenschutzprodukte auf dem Markt erhältlich, die physikalische und chemische Sonnenschutzmittel kombinieren, um eine leichte Textur und einen sofortigen Schutz zu gewährleisten. Doch worin besteht eigentlich der Unterschied zwischen physikalischen und chemischen Sonnenschutzmitteln?

1. Unterschiedliche Sonnenschutzmechanismen

Physikalische Sonnenschutzmittel wirken, indem sie ultraviolette Strahlen brechen und streuen. Sie bilden eine Art Schutzschicht auf der Haut. Die auf die Hautoberfläche treffenden UV-Strahlen werden blockiert und können nicht in die Haut eindringen. Gängige physikalische Sonnenschutzmittel sind beispielsweise Titandioxid und Zinkoxid. Zinkoxid wird in der Dermatologie zur Behandlung von Ekzemen, Dermatitis und anderen Hauterkrankungen eingesetzt und kann auch auf empfindlichen Hautpartien wie der Augenpartie angewendet werden. Produkte auf Basis dieses Sonnenschutzmittels sind daher reizarm, für empfindliche Haut geeignet und relativ sicher. Gleichzeitig bietet es ein relativ breites Lichtschutzspektrum und eine gute Stabilität, wodurch seine Schutzwirkung besonders stark ist. Ein Nachteil ist jedoch die etwas dickere Textur, die dazu neigt, sich beim Auftragen auf die Haut weißlich zu verfärben. Ein weiterer Vorteil physikalischer Sonnenschutzmittel ist, dass sie sofort aufgetragen werden können.

Chemische Sonnenschutzmittel wirken anders als physikalische, indem sie UV-Strahlen absorbieren und in Wärmeenergie umwandeln, um die Haut vor UV-Schäden zu schützen. Der Vorteil chemischer Sonnenschutzmittel liegt in ihrer leichten und nicht klebrigen Textur. Der Nachteil ist ihre geringe Lichtbeständigkeit, weshalb sie bei längerer Sonneneinstrahlung wiederholt aufgetragen werden müssen. Zudem sollten chemische Sonnenschutzmittel etwa 20 Minuten vor dem Aufenthalt im Freien aufgetragen werden, um ihre volle Wirkung zu entfalten. Darüber hinaus enthalten chemische Sonnenschutzmittel viele Zusatzstoffe, und eine langfristige Anwendung kann die Haut schädigen.

2. Unterschiedliche Absorptionsgrade

Physikalische Sonnenschutzmittel werden nicht von der Haut aufgenommen, sind chemisch inert und reagieren nicht mit anderen Produkten, daher ist die Wahrscheinlichkeit von Hautallergien geringer.

Chemische Sonnenschutzmittel werden leicht von der Haut aufgenommen, insbesondere solche mit hohem Lichtschutzfaktor (LSF), und können daher häufiger Hautallergien auslösen. Aus diesem Grund empfiehlt es sich, chemische Sonnenschutzmittel erst nach der Lotion aufzutragen, da die Lotion hier eine isolierende Wirkung hat.

3. Unterschiede in den Schutzmechanismen gegen UVA und UVB

Einige der chemischen Sonnenschutzmittel, die chemischen Sonnenschutzmitteln zugesetzt werden, schützen nur vor UVA-Strahlung, andere nur vor UVB-Strahlung. Daher müssen verschiedene Sonnenschutzmittel hinzugefügt werden, und es ist eine relativ hohe Konzentration erforderlich, um sowohl vor UVA- als auch vor UVB-Strahlung zu schützen. Der wichtigste physikalische Sonnenschutzwirkstoff in physikalischen Sonnenschutzmitteln kann hingegen sowohl vor UVA- als auch vor UVB-Strahlung schützen.

Daher ist physikalischer Sonnenschutz im Allgemeinen sicherer und sanfter, und physikalische Sonnenschutzprodukte mit demselben Lichtschutzfaktor sind stabiler als chemische. Flüssiger physikalischer Sonnenschutz zeichnet sich durch sieben Hauptvorteile aus: Er ist leicht, transparent, weiß, strahlend, schützend und dünnflüssig. Er vereint Sonnenschutz und Isolation, bietet umfassenden Schutz, hat eine leichte Textur, ist erfrischend und nicht klebrig, wasser- und schweißfest und ist ungiftig. Er belastet die Haut nicht zusätzlich. Mit Lichtschutzfaktor 30 PA++ bietet er einen hohen Lichtschutzfaktor, schützt umfassend vor UVA- und UVB-Strahlen und blockiert alle Arten von ultravioletten Strahlen. Er schützt die Haut außerdem effektiv vor Schäden durch Luftverschmutzung, Bildschirmstrahlung und Smog.

2. Vor- und Nachteile von physikalischen und chemischen Sonnenschutzmitteln

Chemischer Sonnenschutz:

Es absorbiert ultraviolette Strahlen und gibt sie dann in einer Form mit niedrigerer Energie wieder ab, um direkte Schäden durch ultraviolette Strahlen zu vermeiden.

Vorteile chemischer Sonnenschutzmittel: Im Allgemeinen ist die Textur relativ erfrischend, und die Haut fühlt sich nach dem Auftragen nicht schwer an.

Nachteile chemischer Sonnenschutzmittel: Sie müssen regelmäßig erneut aufgetragen werden, da sonst die UV-Strahlen teilweise absorbiert werden und die Sonnenschutzwirkung nachlässt. Außerdem können die darin enthaltenen Sonnenschutzmittel Hautschäden verursachen.

Physikalischer Sonnenschutz:

Wie der Name schon sagt, nutzt es physikalische Prinzipien. Die atomaren Partikel dieser Sonnencreme sind schuppenförmig. Auf das Gesicht aufgetragen, wirken sie wie ein Spiegel und reflektieren das Sonnenlicht, um so den gewünschten Sonnenschutz zu erzielen – anders als chemische Sonnenschutzmittel.

Vorteile: Es reflektiert UV-Strahlen über einen langen Zeitraum. Solange man nicht schwitzt oder es abwischt, bleibt der Sonnenschutz erhalten. Besonders für Frauen mit einer Allergie gegen chemische Sonnenschutzmittel ist mineralischer Sonnenschutz eine gute Alternative.

Nachteile: Physikalische Sonnenschutzmittel sind weiß und fettig. Moderne physikalische Sonnenschutzmittel sind strengeren Standards und sind weder weißer noch fettiger als frühere Produkte, was sich auch auf die Kosten auswirkt. Der Preis ist relativ hoch. In Australien erhältliche physikalische Sonnenschutzmittel sind hingegen relativ strengen Standards entsprechend, wirken weder weiß noch fettig und verstopfen die Poren nicht so leicht.

3. Muss man für die Anwendung von mineralischem Sonnenschutz Make-up entfernen?

Auch mineralische Sonnenschutzmittel müssen entfernt werden. Obwohl sie weniger chemische Inhaltsstoffe enthalten, können sie die Haut dennoch leicht reizen. Daher ist es wichtig, Make-up vor der Anwendung zu entfernen, um Hautreizungen zu vermeiden und das Hautbild zu verbessern. Da mineralische Sonnenschutzmittel oft wasser- und schweißabweisend sind, lassen sie sich mit herkömmlichen Methoden, insbesondere mit manchen Gesichtsreinigern, nur schwer vollständig entfernen. Die Verwendung eines Make-up-Entferners ist daher empfehlenswert, um ein optimales Ergebnis zu erzielen. Zudem ist die Wirkung von Sonnenschutzmitteln relativ mild. Nach der Anwendung können sie die Poren verstopfen und in schweren Fällen sogar Akne verursachen. Daher ist es wichtig, Make-up gründlich zu entfernen, um Hautirritationen vorzubeugen.

4. Missverständnisse bezüglich der Verwendung von mineralischen Sonnenschutzmitteln

1. Sonnenschutzmittel sind nicht wirksam, wenn sie nur aufgetragen werden.

Normalerweise benötigt Sonnenschutzmittel eine gewisse Zeit, um zu wirken. Sie müssen einen Film auf der Haut bilden, um den Sonnenschutz zu gewährleisten. Viele Menschen verwenden Sonnenschutzmittel erst, wenn sie ein unangenehmes Gefühl auf der Haut verspüren. Tatsächlich wird empfohlen, es 20 bis 30 Tage im Voraus aufzutragen. Tragen Sie es einige Minuten lang auf, damit sich ein Schutzfilm auf der Hautoberfläche bilden kann. So kann es seine volle Schutzwirkung entfalten und die Haut optimal vor der Sonne schützen.

2. Sonnenschutzmittel müssen regelmäßig und sachgemäß erneut aufgetragen werden.

Die Wirkungsdauer von mineralischen Sonnenschutzmitteln ist begrenzt. Insbesondere Schweiß und andere Einflüsse können ihre Wirkung beeinträchtigen. Sie können abgetragen werden und ihre Schutzwirkung verlieren. Mineralische Sonnenschutzmittel müssen daher regelmäßig erneuert werden, damit sie ihre volle Wirkung entfalten können. Vor allem im Sommer sollte man sie etwa alle zwei bis drei Stunden erneut auftragen. Im Winter und in anderen Jahreszeiten mit weniger intensiver Sonneneinstrahlung kann man die Anwendung dem individuellen Hautzustand anpassen. Die beste Wirkung erzielt man, wenn man sie alle vier bis fünf Stunden erneut aufträgt.